Österreich plant eine zwei Euro Paketabgabe auf E-Commerce-Sendungen, um den stark wachsenden Paketimport stärker zu regulieren und Kosten für Kontrolle, Infrastruktur und fairen Wettbewerb abzubilden.
Betroffen wären vor allem Händler und Marktplätze, die Waren direkt nach Österreich versenden, insbesondere bei grenzüberschreitenden Liefermodellen. Für Seller kann die Abgabe künftig die Versandkosten, die Preiskalkulation und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber lokal lagernden Anbietern verändern.
Da Details zur konkreten Umsetzung noch präzisiert werden müssen, sollten Händler ihre Österreich-Umsätze, Fulfillment-Strukturen und Margen frühzeitig prüfen.
Was müssen Händler beachten?
Österreich-Kalkulation prüfen: Händler sollten alle Sendungen nach Österreich nach Warenkorbwert, Versandweg und Marge auswerten. Eine zusätzliche Abgabe von 2 € pro Paket kann besonders bei niedrigpreisigen Artikeln die Profitabilität spürbar senken.
Fulfillment-Struktur anpassen: Wer aus Drittstaaten oder über lange grenzüberschreitende Versandketten liefert, sollte EU-Lagerung, FBA-Strategie oder lokale Versandlösungen prüfen. Kürzere Lieferwege können Kosten stabilisieren und die Conversion Rate verbessern.
Preise und Versandkosten sauber testen: Die Abgabe sollte nicht pauschal auf alle Artikel umgelegt werden. Sinnvoll sind A/B-Tests bei Versandkosten, Mindestbestellwerten und Bundles, damit die Marge steigt, ohne die Kaufentscheidung unnötig zu belasten.