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Amazon automatisiert EU-Compliance-Dokumentenabruf

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Amazon hat ein neues Programm zum beschleunigten Compliance-Prozess für EU-Produktsicherheit eingeführt. Sind Produkte von einer teilnehmenden Prüforganisation zertifiziert, ruft Amazon die erforderlichen EU-Compliance-Dokumente künftig automatisch ab. Manuelle Uploads durch Seller entfallen damit vollständig.

Das Programm soll gezielt Angebotssperren wegen fehlender oder abgelaufener Unterlagen verhindern. Welche Prüforganisationen am Programm teilnehmen und ob ein Angebot berechtigt ist, lässt sich direkt auf der Programmseite in Seller Central einsehen.

Was müssen Seller beachten?

  • Automatischer Dokumentenabruf statt manuellem Upload: Sobald ein Produkt von einer am Programm teilnehmenden Prüforganisation zertifiziert wurde, zieht Amazon die EU-Compliance-Unterlagen direkt bei der Organisation ab. Seller müssen Zertifikate und Konformitätsnachweise nicht mehr selbst in Seller Central hochladen oder bei Ablauf manuell erneuern.

  • Berechtigung und teilnehmende Organisationen prüfen: Nicht jede Prüforganisation ist Teil des Programms. Die aktuelle Liste der teilnehmenden Stellen sowie die Prüfung, ob ein konkretes Angebot für den automatischen Abruf berechtigt ist, findet sich auf der Programmseite in Seller Central unter dem Bereich EU-Produktsicherheit. Wer mit einer nicht gelisteten Stelle zusammenarbeitet, muss Dokumente weiterhin manuell einreichen.

  • Angebotssperren proaktiv vermeiden: Bisher führten abgelaufene oder fehlende Compliance-Dokumente regelmäßig zu Angebotssperren. Das neue Programm soll dieses Risiko verringern, setzt aber voraus, dass die Zertifizierung tatsächlich bei einer teilnehmenden Organisation liegt. Wer aktuell mit nicht gelisteten Stellen arbeitet, sollte prüfen, ob ein Wechsel zu einer Partnerorganisation langfristig sinnvoll ist.

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