Ab dem 3. November 2026 steht der Amazon-Umsatzsteuer-Transaktionsbericht (AVTR) nicht mehr erst am dritten Tag des Folgemonats zur Verfügung, sondern kann bereits im laufenden Monat angefordert werden. Die Daten reichen dabei bis drei Tage vor dem jeweiligen Abrufdatum.
Gleichzeitig führt Amazon zwei neue Spalten ein: TRANSACTION_UPDATED_DATE zeigt an, welche Transaktionen seit dem letzten Download geändert wurden. Die Spalte GOV_INVOICE_ID enthält behördliche E-Rechnungsnummern und ist vorerst ausschließlich für Polen im Rahmen des KSeF-Systems relevant.
Für Seller, die ihre Buchhaltung oder Steuerberichte monatlich aufbereiten, bedeutet das mehr Flexibilität und eine schnellere Datenverfügbarkeit ohne Wartezeit auf den Folgemonat.
Was müssen Seller beachten?
Bericht jederzeit anfordern und aktualisieren: Der Bericht enthält immer nur Transaktionsdaten bis drei Tage vor dem Abrufdatum. Wer ihn z. B. am 20. eines Monats anfordert, erhält Daten bis zum 17. Kommen später neue Daten für einen bereits heruntergeladenen Zeitraum hinzu, lässt sich der Bericht erneut anfordern, um die aktuellste Version zu erhalten.
TRANSACTION_UPDATED_DATE gezielt nutzen: Die neue Spalte zeigt das Datum, an dem eine Transaktion zuletzt aktualisiert wurde. Wer den AVTR mehrfach im Monat herunterlädt, kann damit inkrementelle Updates identifizieren und muss nicht den gesamten Datensatz neu verarbeiten. Laut Amazon erfasst sie sowohl neu hinzugefügte als auch geänderte Transaktionen.
GOV_INVOICE_ID vorerst nur für Polen relevant: Die neue Spalte für behördliche E-Rechnungsnummern ist aktuell ausschließlich für Transaktionen im Rahmen des polnischen KSeF-Systems (Krajowy System e-Faktur) befüllt, weitere Länder will Amazon später ergänzen. Seller, die auf dem polnischen Marktplatz aktiv sind oder Bestellungen nach Polen abwickeln, sollten prüfen, ob ihre Buchhaltungssoftware diese Kennung bereits verarbeiten kann, da KSeF eine gesetzliche Anforderung in Polen ist.