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Sponsored Brands

Definition: Amazon Sponsored Brands sind keyword- oder produktbasierte Werbeanzeigen, die es Markeninhabern ermöglichen, ihr Logo, eine individuelle Headline und eine Auswahl ihrer Produkte prominent in den Suchergebnissen zu präsentieren. Sie dienen primär dem Branding und der Steigerung der Brand Awareness, während sie gleichzeitig den Traffic gezielt auf den Amazon Brand Store oder spezifische Landingpages lenken.

🔍Deep Dive

Sponsored Brands (ehemals Headline Search Ads) sind das schärfste Schwert im Amazon-Werbeportfolio, wenn es um die Eroberung von Top-of-Search-Platzierungen geht. Im Gegensatz zu Sponsored Products, die eher den Abverkauf auf Artikelebene pushen, zielen Sponsored Brands auf die gesamte Markenwahrnehmung ab. Sie erscheinen oft ganz oben über den Suchergebnissen und besetzen damit den „Above the Fold“-Bereich, bevor der Nutzer überhaupt das erste organische Ergebnis sieht.

Die wichtigsten Faktoren & Variablen:

  • Creative Formate (Product Collection, Store Spotlight, Video): Du hast die Wahl zwischen klassischen Produkt-Kollektionen, der Bewerbung deines gesamten Brand Stores oder den extrem performanten Sponsored Brands Video-Ads. Letztere nehmen oft einen massiven Teil des Bildschirms ein und weisen überdurchschnittliche Klickraten (CTR) auf.
  • Custom Image & Messaging: Ein entscheidender Hebel ist das Lifestyle-Bild. Während Sponsored Products auf das weiße Hauptbild fixiert sind, erlauben Sponsored Brands im „Product Collection“-Format ein individuelles Image, das das Produkt in der Anwendung zeigt. Dies steigert die Relevanz und die emotionale Bindung sofort.
  • Attribution & Landingpage-Strategie: Ein oft unterschätzter Faktor ist die Zielseite. Du kannst Nutzer entweder auf eine generische Produktliste oder direkt in den Amazon Brand Store leiten. Daten zeigen konsistent, dass die Conversion-Rate höher ist, wenn Nutzer in eine kuratierte Markenwelt (Store) geführt werden, anstatt auf eine unübersichtliche Suchergebnisseite.
  • New-to-Brand Metriken: Sponsored Brands bieten detaillierte Einblicke darüber, ob ein Käufer in den letzten 12 Monaten bereits bei deiner Marke gekauft hat. Das ist essenziell für die Skalierung, um zu verstehen, ob du nur Bestandskunden „recycelst“ oder echte Neukunden für dein Ökosystem gewinnst.

Strategisch gesehen fungieren Sponsored Brands als defensives und offensives Werkzeug zugleich. Defensiv schützt du deine eigenen Marken-Keywords vor Wettbewerbern; offensiv besetzt du die Category-Keywords, um Marktanteile von Konkurrenten abzugreifen, noch bevor der Kunde tiefer in die Suche einsteigt.

👉Praxis-Beispiel

    💡VALUEZON Tipp

    1. Video is King: Nutze Sponsored Brands Video nicht nur für Mobilgeräte, sondern auch für Desktop. Die automatische Wiedergabe ohne Ton muss in den ersten 3 Sekunden visuell catchen.
    2. A/B-Testing der Headlines: Teste zwei unterschiedliche Wordings gegeneinander (z.B. „Top Qualität“ vs. „Handgefertigt in Italien“).
    3. Store-Verlinkung: Leite den Traffic bei generischen Keywords („Kaffeemaschine“) immer in den Brand Store, um Cross-Selling-Effekte zu nutzen.

    Nutze das Custom Image Feature konsequent aus. Ein ästhetisches Lifestyle-Bild in der Sponsored Brand Ad hebt dich visuell so stark vom restlichen „Raster“ der Suchergebnisse ab, dass der psychologische Vorteil beim Klickverhalten fast immer bei dir liegt.