Amazon erhöht den FBA-Kraftstoff- und Logistikzuschlag auf die Versandgebühren von bisher 1,5 % auf 2 %. Die Änderung gilt ab dem 2. November 2026 für FBA-Sendungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, Schweden, den Niederlanden, Irland und Belgien.
Für den Multi-Channel-Versand (MCF) tritt die Erhöhung etwas später in Kraft: ab dem 19. November 2026, für DE, FR, IT, ES und UK. Im Durchschnitt bedeutet das rund 0,02 Euro mehr pro Einheit, je nach Größe und Abmessungen des Artikels. Der Zuschlag wird weiterhin auf die Versandgebühren berechnet, nicht auf den Verkaufspreis.
Was müssen Seller beachten?
Konkrete Auswirkung auf die Versandgebühr: Der Zuschlag wird prozentual auf die reguläre FBA-Versandgebühr aufgeschlagen. Bei einer Versandgebühr von z. B. 3,50 Euro steigt der Zuschlag von 0,0525 Euro (1,5 %) auf 0,07 Euro (2 %). Das sind rund 0,02 Euro mehr pro Einheit. Bei hohem Volumen summiert sich das: Bei 10.000 Einheiten im Monat entspricht das in diesem Beispiel rund 175 Euro zusätzlichen Kosten.
Unterschiedliche Stichtage je nach Versandmodell: FBA ist ab dem 2. November 2026 betroffen, der Multi-Channel-Versand (MCF) erst ab dem 19. November 2026. Für MCF nennt Amazon nur DE, FR, IT, ES und UK, nicht PL, SE, NL, IE und BE.
Kalkulationen jetzt im Seller Central prüfen: Gewinnanalyse, Einnahmenrechner und die „Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau“ berücksichtigen den neuen Zuschlag bereits. Seller sollten dort ihre meistverkauften ASINs gegenchecken und bei knappen Margen prüfen, ob eine Preisanpassung oder eine Umstellung auf FBM für bestimmte SKUs wirtschaftlich sinnvoller ist.